Folge 79: Job finden statt Job suchen!

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von player.captivate.fm zu laden.

Inhalt laden

Jetzt umschalten von Suchen auf Finden wenn es um den neuen Job geht.

Vielleicht hat der eine oder die andere meine neue Wortkreation schon wahrgenommen: Karriere-Mechaniker

Wie komme ich darauf? Zum einen bin ich Mechaniker, also Maschinenbau-Ingenieur. Zum anderen möchte ich, gerade in dieser, eher spannenden und völlig unvorhersehbaren Zeit, den Fokus auf das Handeln legen.

Und genau dazu habe ich die „NCN Bull’s Eye Methode“ entwickelt, die ich in den kommenden Wochen auf meinem YouTube-Kanal vorstellen werde.

Es gibt genau drei Möglichkeiten einen neuen Job zu bekommen.

Finden, gefunden werden und selbständig machen – das ist es, mehr nicht.

Lassen Sie uns kurz auf Finden, nicht suchen, fokussieren.

Am Arbeitsmarkt gelten Spielregeln und kein geringer als der Dalai Lama sagte:

„Lerne die Regeln, damit du sie richtig brechen kannst.“

Wenn wir an Menschen wie Steve Jobs, Elon Musk und viele andere denken, dann haben sie alle eins gemein, dass sie die Regeln richtig gebrochen haben und damit sehr erfolgreich waren.

Disruption heißt das passende Buzzword dazu. Aber beruht wirkliche Innovation nicht immer darauf die geltenden Regeln infrage zu stellen?

Die Regeln zu überwinden bedeutet für die allermeisten aber eben auch die eigene Komfortzone zu überwinden – und genau da beginnt das Problem.

Es ist bemerkenswert, wie schwer es auch Menschen fällt, die im Vertrieb arbeiten, von Suchen auf Finden umzuschalten. Also damit zu beginnen, sich aktiv zu verkaufen und zwar bei dem Unternehmen, für das sie arbeiten wollen.

Wie kann das sein?

Während die Weisen noch grübeln, erobern die Dummen die Festung – heißt es in einem Sprichwort.

Wenn Sie das Sprichwort etwas wirken lassen, wird deutlich, dass die Begriffe Dumm und Weise ihre Bedeutung wechseln.

Der vermeintliche Dumme ist der Eroberer, der Sieger, eben derjenige, der in der Realität pragmatisch sein Ziel erreicht hat.

Der vermeintliche Weise ist der Zauderer und Zögerer, der eben nicht zum Zuge kommt.

Deshalb gefallen mir die amerikanischen Begriffe Street Smart versus Book Smart deutlich besser.

Und die Street Smarten haben nicht nur, aber ganz besonders in Krisenzeiten große Vorteile, weil jetzt handeln gefragt ist, also das Stürmen der Festung.

Wenn wir Smart mit schlau, pfiffig, raffiniert, schnell überzusetzen dann geht es doch darum, das Book-, Bücherwissen on the Street, auf die Straße zu bringen also konkret zu handeln.

Das wusste schon einer der größten Book-Smarten: Da Geheimnis liegt im tun – sagte Goethe.

Dazu ein Link zu Casey Neistat mit 12 Mio. Followern auf YouTube,

DO WHAT YOU CAN’T – Tue was du nicht kannst!

Also Goethes Rat konsequent in die Tat umgesetzt.

Geschwindigkeit zählt – oder Winning starts with beginning!

6 Monate dauert es, bis ein neuer Job gefunden ist – im Schnitt.

Einen großen Einfluss hat die Jahreszeit. Im Q4 und im Q1 ist die meiste Bewegung am Arbeitsmarkt. Im Q4 kündigen die Arbeitgeber und im Q1 die Arbeitnehmer. Im Q3, also der Sommerferien Zeit geht recht wenig, genauso wie über Ostern oder über die Weihnachtszeit – soweit so klar.

Genau genommen stehen also in Summe knapp 6 Monate im Jahr für eine effiziente Bewerbung zur Verfügung. Grundsätzlich ist jedoch an 365 Tagen im Jahr die beste Zeit für eine Bewerbung und je nach Branche ist der Sommer die beste Zeit.

Nahezu alle Bewerber bestätigen:

a) dass es länger gedauert hat als gedacht und dass es

b) dass es viel schwieriger war als geglaubt, den neuen Job zu finden.

c) dass es mit einem Coach an der Seite schneller und wesentlich erfolgreicher war, die Wunschposition und das Wunschgehalt zu erreichen

d) dass das eigene Netzwerk ein Totalausfall war

Dazu mehr in den beiden folgenden Podcasts

Outplacement und warum es sich für Arbeitnehmer rechnet, und

Outplacement und warum es sich für Arbeitgeber rechnet

Sehr tragisch ist es, und das erlebe ich zu häufig, wenn Sie Q4 und Q1 mit Suchen – statt Finden – vertan haben.

Sich also auf den offenen Arbeitsmarkt beschränkt haben statt auf den 10x größeren verdeckten Arbeitsmarkt.

Dann ist die Zeit verstrichen, das Geld geht aus, die Reputation in Ihrer Branche strapaziert, mit 100 und mehr Bewerbungen Ihre Wunschunternehmen verbrannt und am schlimmsten, das Vertrauen in die eigene Person und Kompetenz ist am Boden.

Was bedeutet „verdeckter“ Arbeitsmarkt? Dazu gern noch mal in Folge 3 reinhören.

Nur 30% aller Stellen werden ausgeschrieben und 80% aller Stellenanzeigen „sind anders gemeint als der Bewerber sie versteht“.

Das hat mindestens zwei Konsequenzen: der verdeckte Arbeitsmarkt ist einfach 10-mal größer als der offene und, mit „suchen“ kommen ich nicht weiter. Ich muss umschalten auf „Finden“.

Es ist aber gemütlich im offenen Arbeitsmarkt. Der offene Arbeitsmarkt lädt zu Aktionismus ein und füllt den Tag. Ich surfe stundenlang durch die Portale und lese Stellenangebote, wundere mich, dass die Stellenanzeige, auf die ich mich vor 6 Monaten beworben habe, schon wieder drin steht und schreibe jeden Tag X Bewerbungen, aber irgendwie klappt es nicht aber die Verantwortung liegt nicht bei mir, ich habe alles gegeben, jeden Tag.

Soll ich etwa noch mehr Bewerbungen schreiben? Das ist eine rhetorische Frage!

In den obersten Managementebenen beträgt der verdeckte Anteil 99,9%. Wenn ich mein Ziel klar habe, dann bin ich hier absolut falsch.

Ich muss umschalten auf „Finden“ – und zwar im verdeckten Arbeitsmarkt.

Was will ich? Will ich einen neuen Job, weil ich meinen derzeitigen verloren habe oder will ich was anderes?

Aber lassen wir das überaus wichtige „Why“ von Simon Sinek – nur in dieser Folge – mal völlig außer acht.

Alle Kundinnen und Kunden versichern mir, dass sie wirklich einen neuen Job wollen und oftmals auch brauchen, sei es aus wirtschaftlichen Gründen oder Imagegründen – denn was das Umfeld denkt und sagt ist schon relevant – und aus vielen anderen Gründen.

Wenn wir, wie gesagt auf Finden fokussieren, dann heißt das konkret, ich suche mir mein Zielunternehmen sowie meinen Wunschjob aus und beginne mich dort zu verkaufen.

Tipp: Die Personalabteilung ist nicht Ihr erster Ansprechpartner, ganz im Gegenteil!

Wenn Sie Geschäftsführer werden wollen, können Sie kaum den derzeitigen Geschäftsführer kontaktieren. Dann sind die Gesellschafter Ihre Ansprechpartner.

Wenn Sie Verkaufsleiter werden wollen, dann ist der Geschäftsführer oder Vertriebsvorstand Ihr Ansprechpartner. Bei Werkleitern, kaufm. Leitern, etc. entsprechend.

Je höher die Position in der Hierarchie ist, desto später erfährt Personal über die Besetzung oder Neubesetzung und somit für Sie einfach zu spät.

Zurück zu Finden. Finden bedeutet, dass Sie ein konkretes Verkaufsprojekt pro Zielunternehmen starten.

Dazu beantworten Sie im Vorhinein die Frage: Mit welcher meiner Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen kann ich welchen Mehrwert konkret in diesem Unternehmen leisten?

Damit erstellen Sie die ersten drei Sätze Ihres Telefonleitfadens und dann rufen Sie an, beim Geschäftsführer und Vorstand und verkaufen Ihre Kompetenz um Leistung.

So einfach. Glauben Sie mir, Sie schaffen min. 80 Netto-Anrufe pro Tag, eher mehr.

Tool-Tipp: nutzen Sie Trello, ich teile gerne das von mir entworfene Board mit Ihnen – rufen Sie mich an.

Ohne ein solches Tool verlieren Sie den Überblick, ganz sicher.

Sie schaffen also min. 80 Netto-Anrufe pro Tag. Der größte Aufwand ist es, die Daten zu beschaffen. Also Name, Adresse, Telefonnummer.

Dazu gibt es Adressdatenbanken wie z.B. Hoppenstedt, die eine Online-Suche nach Branchencode, Plz.-Gebiet und Unternehmensgröße ermöglichen und damit ausgerüstet können Sie zur Tat schreiten.

Zum Anruf, und wie das Telefonskript aufgebaut ist, gibt es eine gesonderte Podcast-Folge genauso wie zum Anschreiben, also dem ungeliebten Motivationsschreiben.

Soviel vorab. Wenn Sie den Vorstand eines Unternehmens kalt anrufen, werden Sie diesen kaum sofort ans Telefon bekommen, sondern eher die Assistenz und diese gilt es jetzt für Sie zu gewinnen.

Diese überaus erfolgreiche Vorgehensweise erfordert Gelassenheit, Mut und exzellente Vorbereitung. Sie bringen sich nämlich ins Gespräch – positiv wie negativ.

Und dabei sind die Erfahrungen, die meine Kunden machen, wenn Sie „kalt“ im Unternehmen anrufen und danach eine Mail versenden sehr sehr positiv.

Warum? Weil jedes Unternehmen permanent auf der Suche nach guten Mitarbeitern ist, denn es gibt so wenige! s. Gallup-Studie

Mit dieser Vorgehensweise zeigen Sie offen wie Sie zu Ihrer Person und Leistung stehen.

Und, der Manager, den Sie anrufen, hat das gleiche Problem! Die Chance das Sie eher bewundert werden ist viel größer als das man Sie schräg anschaut, viel größer.

Rational verstehen können Sie das alle, nur umsetzen nicht…

Hemingway: das Gehirn funktioniert wunderbar, von Geburt an bis zu der Sekunde wo du aufstehst, um eine Rede zu halten oder eben einen Kaltanruf zu starten.

Die Angst vor Blamage und Bewertung und damit abgelehnt und verstoßen zu werden, was „früher“ ernste Konsequenzen hatte, stecken noch tief in uns.

Diese Zeiten sind aber vorbei. Ob Sie es nun beklagen oder begrüßen, Selbstdarstellung – im positiven Sinne – ist heute eine notwendige Kompetenz einer Führungskraft.

Auch, weil Umfragen deutlich zeigen, dass als Kündigungsgrund „inkompetente Führungskraft“ unter den Top drei Gründen rangiert.

Es wird also geradezu von Ihnen erwartet, dass Sie Ihre Kompetenzen darstellen und beweisen – in Wort und Tat.

Allzu oft geschieht dies aber nur in der Tat und das Wort wird „vergessen“ – sehr schade. Ich höre dann Aussagen wie: „Verkaufen ist nicht meins.“ oder

„Meine Mitarbeiter und Chefs haben auch so gesehen was ich kann“ oder

„ich hatte das nie nötig, bis jetzt bin ich immer so befördert oder geheadhunted worden“ etc.

Ja, nur das endet zwischen 45 u. 55. Das ist so hart wie es klingt.

Für einige ist fast schon ein fast Affront sich jetzt verkaufen oder anbiedern zu müssen.

Es hilft aber nicht. Je eher ich akzeptiere das es ist wie ist und je eher ich erkenne, dass ich es bin, der neue Wege zum Ziel gehen muss um so leichter komme ich an.

Konfizius sagte, vor 2.500 Jahren: Wer immer erfolgreich sein will, muss oft verändern.

Sie haben es in der Hand also tun Sie es! Hoffnung ist keine Strategie!

Wie gesagt, in den kommenden Folgen werden wir ins Detail der Selbstvermarktung gehen.

Hören Sie sich bitte die Folgen 76 – 78 mit Britta Behrens zu LinkedIn an.

Oder schauen Sie auf meinem YouTuba-Kanal das Video dazu.

XING und LinkedIn sind die Schaufenster, in denen Sie sich präsentieren und zwar exzellent.

Im Wort Be-Werben steckt werben schon drin. Und warum werbe ich? Um zu verkaufen – bitte, warum sonst?

Und was verkaufe ich? Mich selbst natürlich.

Werben ist Aufwand und Aufwand sind Kosten.

Nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Einer der nächsten Vodcasts wird mit Markus Brauchle, von der Firma NUTBASER, sein.

NUTBASER hat den Slogan: verkaufen ist out, kaufen lassen ist in!

Bei dieser äußerst erfolgreichen Methode geht es darum, eben ohne das typische Verkäuferverhalten, das Gegenüber zur Entscheidung zu bringen.

Denn dieses typische Verkäuferverhalten ist es ja was wir ablehnen, wenn wir sagen „verkaufen ist nicht so meins“.

Also bleiben Sie gespannt auf die kommenden Folgen, bei denen es darum geht, aktiv den Traumjob finden!

Beginnen Sie in „Vermarktung“ statt „Bewerbung“ zu denken.

Sie können die Probleme nicht mit dem Denken und Handeln lösen die Ihnen geführt haben – frei nach Albert Einstein.

Erwähnte Begriffe und Personen:

Casey Neistat – DO WHAT YOU CAN’T

https://www.youtube.com/watch?v=jG7dSXcfVqE&t=88s

Dalai Lama

Trello – https://trello.com/de

Gallup-Studie – https://www.gallup.de/183104/engagement-index-deutschland.aspx

NUTBASER – https://nutbaser.de/

Wollen Sie mehr du diesem und weiteren Themen erfahren, dann schreiben Sie uns gerne eine mail an: podcast@ncn-ag.com

Links, Bücher und Tools:

Die große Umfrage zur Karriere

https://forms.gle/KY3o6KyunhvkTihV8

App: „Vorstellungsgespräch – Antworten auf die 101 Fragen“

http://bit.ly/App101Fragen

Abonnieren Sie unseren Podcast:

iTunes: https://apple.co/2lSA2mG

Spotify: https://spoti.fi/2kOhzrb

Google Podcast: http://bit.ly/2lRsrVu

Hier finden Sie uns:

Website: www.ncn-ag.com

Facebook: https://www.facebook.com/Stimmig.zum.Traumjob

YouTube: https://go.ncn-ag.de/YouTube

LinkedIn: https://go.ncn-ag.de/LinkedIn

XING: https://go.ncn-ag.de/XING

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.