Folge 93: Ihre Powerfrage im Vorstellungsgespräch – mit Booster!

In der heutigen Folge geht es um Ihre Powerfrage im Vorstellungsgespräch – mit Booster – damit Sie in positiver Erinnerung bleiben und Ihre Chancen zur Einstellung vervielfachen.

Und diese drei Punkte beleuchten wir heute:

Welche drei Fehler Sie mit der Powerfrage vermeiden

Wie die drei Wirkmechanismen dieser Fragen sind

Und wann Sie quasi verpflichtet sind, diese Fragen zu stellen.

Wenn Sie zum Gespräch eingeladen wurden, haben Sie bereits die wichtigsten Hürden genommen und sind unter den ersten Drei. Jetzt geht es weniger darum, den Gesprächspartner zu überzeugen, als mehr darum ihn nicht umzustimmen!

Sie wissen ja, letztlich gibt es nur eine einzige Frage im Vorstellungsgespräch: Passen Sie ins Team und lösen Sie das Problem für das ich Sie einstelle?

Alle anderen Fragen dienen nur dazu, die Vorentscheidung zu bestätigen oder eben nicht.

Als versierter Vertriebs- u. Marketingleiter Ihrer eignen Person und Kompetenz erfragen Sie nun von Ihrem Kunden in welche Richtung er denkt.

Was denkt Ihr Gegenüber, welche ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse genau sein Problem löst, für das er Sie einstellen will.

Sie leiten die Powerfrage in sehr früher Phase ein. Z.B. können Sie, wenn Sie sich für die Einladung bedanken, anschließen:

Was genau an meinem Lebenslauf hat Ihnen gefallen und hat dafür gesorgt das Sie mich eingeladen haben?

Der späteste Zeitpunkt für die Powerfrage ist, wenn Sie aufgefordert werden: „Erzählen Sie doch mal etwas über sich!“. Ihre Antwort könnte lauten:

Das mache ich sehr gerne. Doch bevor ich jetzt tief in meine Erfolge, Stärken und Projekte eintauchen – mich interessiert brennend was genau hat Ihnen an meinem Lebenslauf gefallen das Sie mich eingeladen haben?

Das Wichtigste, neben der Powerfrage selbst, ist, die Sprechpause danach. Ihr Gesprächspartner muss in sich gehen und die Frage zunächst für sich beantworten um sie Ihnen zu beantworten. Diese Zeit müssen Sie ihm geben. Halten Sie die Stille aus! Das ist für viele von uns nahezu unerträglich, doch die Antwort ist immens wichtig für Sie.

Wie sind die drei Wirkmechanismen dieser Fragen?

Sie vermeiden einen der größten Gefahren im Gespräch. Sie sind in der Regel unter Stress und neigen eh dazu mehr zu reden als sinnvoll ist. Sie wissen, ein guter Interviewer hält das Gespräch im Fluss. Der andere wird sich schon um Kopf und Kragen reden.

Sie erfragen konkret, welche drei Punkte genau, aus Ihrem übergroßen Fundus an Erfahrungen relevant sind, und vermeiden den zweiten Fehler: am Thema vorbei, setzen bzw. raus.

Und drittens nutzen Sie die „Consistent Identity“ – die Beständigkeit oder Konsistenz im Denken und Handeln, um es einigermaßen stimmig zu übersetzen.

Die Untersuchungen dieses psychologischen Effekts geht auf Dr. Robert Cialdini, ein US-amerikanischer Psychologe und Professor, zurück.

Das, was Sie jetzt an Vorteilen genannt bekommen, machen Sie zum Hauptbestandteil Ihrer Rede. Sie fokussieren auf Ihren Hauptnutzen für den Gesprächspartner, der Ihnen wiederum zustimmen wird, in Ihren Aussagen, um eben Konsistent in seiner Aussage zu bleiben.

Zudem sorgen Sie ganz nebenbei für ein ausgeglichenes Verhältnis des Redeanteils was für einen weiteren psychologischen Effekt sorgt. Nämlich derjenige, der den höheren Redeanteil hatte, neigt zu der Aussage: Das war ein gutes Gespräch! – und genau das ist Ihre Absicht, dass Ihr Gesprächspartner mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch geht.

Mit der Powerfrage zu Beginn werden Sie den Verlauf des Vorstellungsgespräches in eine positive Richtung lenken können und die Chance auf eine Einstellung wird um ein Vielfaches steigen.

Diese Frage wird künftig zur Pflicht in Ihren Gesprächen.

Doch nun zum Booster:

Ist meine Vita nicht eher ungeeignet für die Position über die wir reden?

Was macht der Booster?

Ihre Frage –

Ist meine Vita nicht eher ungeeignet für die Position über die wir reden?

– ist Psychologie pur.

Eine Reihe von Effekten kommt nun zum Tragen. Als erstes Überraschung und für die allermeisten Interviewer ist es eine Premiere.

Da Sie aber mit der Powerfrage eingeleitet haben, drehen Sie hier den Spieß um fragen damit konkret ab, was die Kriterien sind, anhand derer Sie unter die ersten drei gekommen sind.

Weiterhin fordern Sie Augenhöhe ein, zeigen Unerschrockenheit und stellen klar dass Sie zur Verhandlung hier sind und nicht als Bittsteller.

Doch der stärkste Effekte ist, dass Sie Mangel erzeugen. Sie signalisieren, dass Sie derzeit Zweifel haben, dass Sie der richtige für den Job sind und in diesem Gespräch Klarheit schaffen wollen.

Bedenken Sie, ein Vorstellungsgespräch ist ein zweifacher Verkaufsprozess.

Sie möchten dem Unternehmen Ihre Kompetenz und Leistung zu einem höchstmöglichen Preis verkaufen und Ihr Gegenüber möchte Ihnen das Unternehmen und den Job, weshalb Sie eingeladen wurden, verkaufen – um es ganz konkret auf den Punkt zu bringen.

Selbst wenn es das einzige Vorstellungsgespräch ist das Sie haben und auch den dringend brauchen ist bei weitem besser Mangel zu signalisieren als Not.

Not und Verzweiflung macht völlig unsexy.

Das Gefühl von Mangel jedoch erzeugt Handlungsdruck und FOMO, also Ihnen ein Angebot zu unterbreiten. Das ist es doch was Sie wollen, richtig?

Natürlich kann Ihr Gesprächspartner mit „Warum?“ Antworten oder mit „wie kommen Sie darauf?“

Und natürlich haben drei Ihrer Bedenken vorbereitet z.B.:

Weil ich bis jetzt nur im deutschsprachigen Raum gearbeitet und nicht international, wie es der Job erfordert über den wir reden. (oder umgekehrt)

Weil ich bis jetzt nur X gemacht habe und ich für Y etwas Zeit benötige – wobei diese Herausforderung genau den Reiz der Aufgabe ausmacht.

Weil ich mit meinen 53 Jahren Erfahrung Ihr junges Team sicherlich bereichern werde – aber wie sehen Sie das?

Etc.

Alle Bewerber, die diese Methode genutzt haben, berichten mehr als positiv über Ihre Erlebnisse.

Zudem finden Sie in meiner App „Vorstellungsgespräch – die Antworten auf die 101 Fragen“ die Frage: Sind Sie nicht über- bzw. unterqualifiziert für den Job, für den Sie sich bewerben?

Mit dem Booster greifen Sie dieser Frage vor und vermeiden unnötige Erläuterungen und Rechtfertigungen.

Doch das nur am Rande.

Je weiter oben Sie in der Hierarchie stehen und/oder wenn Ihr letztes Engagement eher kurz, also unter 2 Jahren war, und/oder Sie 55+ sind und Sie möchten, dass der nächste Job länger hält – dann müssen Sie diese Frage stellen.

Alleine darum um ein Gefühl zu entwickeln auf was Sie sich einlassen und ob Sie das wirklich wollen und ob der neue Job eher ein Sprungbrett oder eine Sackgasse ist.

Ich freue mich ungemein auf Ihr Feedback an podcast@ncn-ag.com und wünsche Ihnen wie immer viel Gelassenheit, Zuversicht und Mut.

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